Arbeit zu den Menschen bringen

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Finanzamt Alsfeld-Lauterbach
Finanzamt Alsfeld-Lauterbach

Hessen verlagert Arbeitsplätze in ländliche Regionen

Sichere und gute Arbeitsplätze mit Perspektive und weniger Stress durch lange Arbeitswege möchte Hessen seinen Beschäftigten nicht nur in den großen Zentren bieten, sondern auch auf dem Land. Deshalb werden 200 Arbeitsplätze der Steuerverwaltung aufs Land verlagert.

Konkret heißt dies: Aufgaben, die bisher über viele Finanzämter verteilt oder in den großen Städten angesiedelt waren, werden gebündelt und gezielt in ländlicher gelegene Ämter vergeben.

Die großen Finanzämter bleiben groß, kleinere gewinnen hinzu.

So erfolgt die Bearbeitung von Fällen der Grunderwerbsteuer seit Januar 2018 zentral für Hessen im Finanzamt Alsfeld-Lauterbach. Mit insgesamt 82 Dienstposten wird dieser Standort im ländlichen Vogelsbergkreis deutlich gestärkt.

Die land- und forstwirtschaftliche Betriebsprüfung erfolgte bislang als Fachprüfung durch die Finanzämter in Darmstadt, Gießen, Kassel und Wiesbaden. Die Bündelung an vier Standorten hat sich bewährt und wird beibehalten - allerdings an anderen Orten. Seit Januar 2018 sind die Finanzämter Schwalm-Eder (Verwaltungsstelle Fritzlar), Nidda, Limburg-Weilburg und Michelstadt zuständig.

Von der Verlagerung profitiert das Finanzamt Schwalm-Eder mit zehn zusätzlichen Dienstposten, das Finanzamt Nidda mit neun, das Finanzamt Limburg-Weilburg mit sechs und das Finanzamt Michelstadt mit fünf zusätzlichen Dienstposten. Damit entstehen im ländlichen Raum neue gutdotierte Arbeitsplätze und Perspektiven.

Das Finanzamt Bensheim wird rund 36 Dienstposten zusätzlich erhalten, da es im Rahmen eines Pilotprojekts die Bearbeitung der Körperschaftsteuer und die Betriebsprüfung vom Finanzamt Darmstadt übernimmt. Die Verlagerung von 36 Dienstposten mit attraktiven Wertigkeiten eröffnet in Bensheim für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr gute Möglichkeiten zur Personalentwicklung bei gleichzeitiger Wohnortnähe. Es wird dabei die Bearbeitung der Körperschaftsteuerfälle verlagert, die ohnehin im Zuständigkeitsbereich des Finanzamts Bensheim liegen, bisher aber im Finanzamt Darmstadt bearbeitet worden sind. Wenn sich das Pilotprojekt in Bensheim bewährt, ist auch eine weitere Verlagerung der Bearbeitung der Körperschaftsteuer aus anderen großen an kleinere Ämter im ländlichen Raum denkbar. Rund 300 weitere Dienstposten würden dann Hessens ländlichere Regionen noch attraktiver machen.

Präsenz in der Fläche

Die Vereinheitlichung der Steuernummernkreise ist zuvorderst eine innerorganisatorische Änderung in den Finanzämtern mit Verwaltungsstellen. In Hessen gibt es viele Finanzämter mit mehreren Verwaltungsstellen. Jede Verwaltungsstelle hat dabei einen eigenen Steuernummernkreis, was zu zahlreichen organisatorischen Schwierigkeiten führt. Die geplante Vereinheitlichung der Steuernummernkreise verringert den Aufwand für die Finanzämter und steigert die Flexibilität zwischen den Verwaltungsstellen. Einzelne Arbeitsbereiche können dann flexibel an einem Standort konzentriert werden. Dies führt langfristig zur Sicherung und Stärkung gerade von kleinen Verwaltungsstellen.
Die Präsenz in der Fläche hat für die Hessische Steuerverwaltung einen großen Stellenwert. Durch die Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern bietet Hessen einen Service vor Ort an und sorgt so auch für die Akzeptanz der Steuerverwaltung. Die Reform der hessischen Steuerverwaltung wird weitgehend aus vorhandenen Haushaltsmitteln umgesetzt und ist langfristig angelegt.

IT-Dienstleistungen des Landes

Bei der Verlagerung von Aufgaben und Arbeitsplätzen in den ländlichen Raum spielt auch die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung eine große Rolle. Sie ist es, die die technischen Voraussetzungen dafür schafft, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landes an nahezu jedem Ort arbeiten können.

In den letzten Jahren sind am Standort Hünfeld 15 neue Stellen entstanden, fünf weitere kommen hinzu. Von hier aus wird der Bereich der elektronischen Justizverwaltung „eJustice“ entwickelt und betreut.

Zentrale Ansprechperson:

Herr Michael Hohmann
Telefon: +49 (0) 611 32-22 75
E-Mail: michael.hohman@hmdf.hessen.de