Hessischer Gesundheitspakt 2.0

Stärkung der hausärztlichen und grundversorgenden fachärztlichen Versorgung im ländlichen Raum

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Sprechstunde

Hessen verfügt über eine gute ärztliche Versorgung. Dennoch zeichnen sich Entwicklungen ab, die die bestehenden Versorgungsstrukturen mittel- bis langfristig verändern – insbesondere in ländlichen Regionen. Das Hessische Gesundheitsministerium hat deshalb bereits im März 2015 gemeinsam mit den Akteuren des hessischen Gesundheitswesens ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Stärkung der der hausärztlichen und grundversorgenden fachärztlichen Versorgung im ländlichen Raum vereinbart. Hierzu gehören

  • finanzielle Anreize im Medizin-Studium, wie die Förderung der Famulatur und ausgewählter Wahlfächer im Praktischen Jahr,
  • die Begleitung von Ärzten in Weiterbildung durch das vom Land geförderte Kompetenzzentrum Weiterbildung Allgemeinmedizin Hessen sowie
  • Hilfen bei der Niederlassung von Ärzten durch die Ansiedlungsförderung, die Erstattung von Umzugskosten und die Übernahme von Kinderbetreuungskosten nach der Sicherstellungs-Richtlinie der Kassenärztlichen Vereinigung.

Ergänzend fördert das Land ab 2018 „Kommunale Maßnahmen zur Sicherung der ambulanten ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum“. Hierzu gehören z.B. die Förderung der Schaffung von attraktiven Arbeitsmodellen für junge Ärztinnen und Ärzte, finanzielle Zuwendungen für die Praxismodernisierung und Imagekampagnen für den ärztlichen Nachwuchs im ländlichen Raum. Das Land stellt hierfür 1,5 Mio. Euro jährlich zur Verfügung.

2,03 Millionen Euro jährlich für gesundheitliche Versorgungsstrukturen

Für den Gesundheitspakt 2.0 hat das Land 2017 insgesamt 530.000 Euro zur Verfügung gestellt. Im Doppelhaushalt 2018/2019 wird diese Summe – die Förderung für Landarztpraxen und Medizinische Versorgungszentren mit eingerechnet – auf insgesamt 2,03 Millionen Euro pro Jahr erhöht.

Partner des Gesundheitspaktes 2.0 sind neben dem Hessischen Sozialministerium, die Kassenärztliche Vereinigung Hessen, die Landesärztekammer Hessen, die Junge Hessische Allgemeinmedizin (HESA), die Hessische Krankenhausgesellschaft e.V., die Landesapothekerkammer, der Hessische Apothekerverband, die Liga der Freien Wohlfahrtspflege, die bpa-Landesgruppe Hessen, die Landesverbände der Krankenkassen und Ersatzkassen in Hessen, die Kommunalen Spitzenverbände sowie die Fachbereiche für Allgemeinmedizin der Universitäten Frankfurt am Main und Marburg.

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