Arbeit am Aktionsplan für die Ländlichen Räume schreitet voran

Die interministerielle Arbeitsgruppe „Ländliche Räume und gleichwertige Lebensverhältnisse“ tagte auf ihrer dritten Sitzung in Freienseen.

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Teilnehmende der interministeriellen Arbeitsgruppe bei der Tagung in Freienseen

Mit dem Ziel, eine gleichwertige Teilhabe und Grundversorgung in ganz Hessen, unter anderem in den Bereichen Daseinsvorsorge, Mobilität, Digitalisierung und medizinische Versorgung sicherzustellen, hat die Hessische Landesregierung die Förderung der ländlichen Räume zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit gemacht. Alle Ministerien leisten dabei unter der gemeinsamen Dachmarke „LAND HAT ZUKUNFT – Heimat Hessen“ wichtige Beiträge. Unter Leitung und Koordination der Stabsstelle „Ländliche Räume“ im Hessischen Umweltministerium werden alle Aktivitäten gebündelt und über den regelmäßigen Austausch in der interministeriellen Arbeitsgruppe weiterentwickelt. 

Aktuell erarbeitet eine Arbeitsgruppe, unter Vorsitz der Stabsstellenleiterin Renate Labonté, einen Aktionsplan für die Ländlichen Räume, der voraussichtlich Anfang 2020 fertiggestellt werden soll. Auch die Website wird neu konzipiert. Hierzu fand am 22. Oktober das 3. Arbeitstreffen in der Dorfschmiede in Freienseen statt, einem Ortsteil der Stadt Laubach mit knapp 850 Einwohnerinnen und Einwohnern. „Die Dorfschmiede Freienseen steht für den außerordentlichen Gestaltungswillen einer ganzen Dorfgemeinschaft. Denn hinter den Fassaden des Ausnahmeprojekts steht ein Prozess, der allen Beteiligten, vor allem den ehrenamtlich Tätigen, viel abverlangt hat“, so Renate Labonté, „für die Arbeit am Aktionsplan stellen die Räumlichkeiten der Dorfschmiede eine beispielgebende und wertvolle Erfahrung aus der Praxis.“

Vor der Eröffnung der Dorfschmiede im Jahr 2016 stand das denkmalgeschützte Fachwerkensemble im Ortszentrum mit 810 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche viele Jahre leer. Unter Vision und Leitung des ehemaligen Gemeindepfarrers Dr. Ulf Häbel und mit Unterstützung vieler ehrenamtlich Tätiger, der Stadt Laubach und der evangelischen Kirche ist ein Begegnungszentrum für Jung und Alt entstanden: Mit einem Dorfladen, Möglichkeiten der heimatnahen Tagespflege und -betreuung, altersgerechten Wohnungen, einer hausärztlichen Außensprechstunde und Räumen für regelmäßige Veranstaltungen. Nun ist eine erfolgreiche Plattform entstanden, die neue Impulse der Dorfentwicklung setzt. Projektleiter Dr. Ulf Häbel blickt bereits weiter, sein Wunsch: „Eine Werkstatt, in der Jung und Alt im Alltag zusammenkommen und Projekte umsetzen können".

Hintergrund

Die interministerielle Arbeitsgruppe „Ländliche Räume und gleichwertige Lebensverhältnisse“ ist ein Gremium aus Vertreterinnen und Vertretern aller hessischen Ministerien. Sie kommt regelmäßig zusammen, um wichtige Fragen der ländlichen Entwicklung gemeinsam zu bearbeiten und zu beraten. Den Vorsitz hat Renate Labonté, Leiterin der Stabsstelle „Ländliche Räume“ im Hessischen Umweltministerium.

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