Förderung der Famulatur in hessischen Landarztpraxen ein großer Erfolg

Sozial- und Integrationsminister Klose: „Famulatur-Förderung wird von den Medizin-Studierenden in Hessen gut angenommen“

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Im Wartezimmer einer Praxis.

Seit dem Start der Famulatur-Förderung in 2016 wurden über 1.300 Medizin-Studierende, die ihre Famulatur in einer hessischen Landarztpraxis absolvierten, mit insgesamt rund 750.000 Euro vom Land gefördert. „Es ist außerordentlich erfreulich, dass die Famulatur-Förderung von den Medizin-Studierenden in Hessen so gut angenommen wird. Es zeigt, dass das Interesse an einer hausärztlichen Tätigkeit im ländlichen Raum steigt“, so der hessische Sozial- und Integrationsminister Kai Klose. Das Land Hessen hat eine Vereinbarung mit der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) geschlossen, wonach Medizin-Studierende monatlich 595 Euro für bis zu zwei Famulatur-Monate erhalten. Ziel dieser Förderung ist es, Anreize für Medizin-Studierende zu setzen, ein Praktikum in einer hausärztlichen Praxis in ländlichen Regionen zu absolvieren und dort erste praktische Erfahrungen zu sammeln. Um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, haben das Land und die Kassenärztliche Vereinigung nun ihr gemeinsames Bemühen verstärkt und eine Erhöhung des Fördervolumens beschlossen. Die jährliche Fördersumme wird von 240.000 Euro in 2017 auf 420.000 Euro in 2019 nahezu verdoppelt.

„Zur Sicherung der hausärztlichen Versorgung in ländlichen Regionen hilft die Famulatur-Förderung dabei, einen frühzeitigen Kontakt von Medizin-Studierenden und Landärzten herzustellen, um die jungen Nachwuchsmedizinerinnen und Nachwuchsmediziner für eine spätere Tätigkeit auf dem Land zu gewinnen“, erläuterte Klose.

Nachfrage kontinuierlich gestiegen

„Wie die Kennzahlen zeigen, ist die Nachfrage nach geförderten Famulatur-Abschnitten in Landarztpraxen unter den Medizin-Studierenden in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen“, ergänzte der Vorstandsvorsitzende der KVH, Frank Dastych. „Die meisten geförderten Famulatur-Abschnitte erfolgten in Städten und Gemeinden mit einer Einwohnerzahl von bis zu 15.000. Bei den Medizin-Studierenden besonders attraktiv scheinen die Landkreise Gießen, Marburg-Biedenkopf und Lahn-Dill zu sein.“

Aufgrund der sehr positiven Entwicklung haben das Ministerium und die Kassenärztliche Vereinigung Hessen vereinbart, die ursprüngliche jährliche Fördermittelhöhe von 200.000 Euro bereits zum zweiten Mal anzuheben. Während für 2017 rund 240.000 Euro und in 2018 rund 390.000 Euro zur Verfügung gestellt wurden, wird ab 2019 die Fördersumme erneut auf bis zu 420.000 Euro erhöht, da nach Schätzungen der KVH davon auszugehen ist, dass in diesem Jahr mit bis zu 700 Förderanträgen von Medizin-Studierenden zu rechnen ist.

Anreize für eine Niederlassung in ländlichen Gebieten

Neben der Famulatur-Förderung für Studierende unterstützt das Land Hessen mit der Finanzierung verschiedener Angebote des Kompetenzzentrums Weiterbildung Allgemeinmedizin junge Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung bis hin zur Niederlassung mit verschiedenen Modulen. Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen fördert über die Nachwuchskampagne junge Medizinerinnen und Mediziner, die vielfältige Anreize für eine Niederlassung in ländlichen Gebieten beinhaltet. „Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Land und KVH freut mich sehr, da die Allgemeinmedizin in Hessen dadurch sehr effektiv gestärkt wird“, so Klose abschließend.

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