Finanzstaatssekretär Worms informiert über Pläne für Standorte Limburg und Weilburg

Finanzamt Limburg-Weilburg: Bürgerservice gemeinsam mit den Kommunen und neue gemeinsame Unterbringung für die Beschäftigten.

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Finanzstaatssekretär Worms in Limburg
Noch besserer Bürgerservice in Limburg und Weilburg und ein neues Finanzamt in Limburg: Darüber freuten sich heute in Limburg mit Finanzstaatssekretär Dr. Martin Worms auch Limburgs Bürgermeister Dr. Marius Hahn (rechts) und der Vorsteher des Finanzamts L

„Behördengänge: Der Klang dieses Wortes löst wohl nur bei wenigen von uns Freude aus. Der Gang aufs Amt ist etwas, das man bisweilen tun muss. Umso besser ist es doch, wenn mehrere Ämter oder Behörden ihre Dienstleistungen an einem Ort anbieten und uns so manchen Weg ersparen können. Diesen Weg möchten wir gerne in Limburg und in Weilburg gehen“, sagte Hessens Finanzstaatssekretär Dr. Martin Worms heute in Limburg. „Unser Ziel ist es, unseren Bürgerservice in Limburg gemeinsam mit der Stadt Limburg und in Weilburg mit der Stadt Weilburg und ggfs. auch mit dem Landkreis anzubieten. Wir wollen in den Innenstädten, gut erreichbar und jeweils an einem Ort den Bürgerservice des Finanzamts wie der Kommunen anzubieten. Damit betreten wir hessenweit Neuland.“

Möglich werden diese Pilotprojekte, da das Finanzamt Limburg-Weilburg in einigen Jahren in Limburg an einen neuen Standort ziehen wird. Diese Grundsatzentscheidung wurde nun im Finanzministerium getroffen. Der Bürgerservice wird in Limburg und Weilburg erhalten bleiben.

Neue Aufgaben, neue Unterbringung für das Finanzamt

„Rund 750 Arbeitsplätze der Hessischen Steuerverwaltung verlagern wir hessenweit aus den Ballungszentren in ländlichere Regionen. Wir bringen die Arbeit zu den Menschen und in die Heimat. Genau so heißt deshalb auch unsere Strukturreform. Der Kreis Limburg-Weilburg profitiert davon in besonderer Weise“, sagte Finanzstaatssekretär Worms. „Die landwirtschaftliche Betriebsprüfung ist bereits aus Wiesbaden hierhin umgezogen, die hessenweit erste neu geschaffene regionalisierte Finanzkasse hat in Limburg bereits mit der Arbeit begonnen und das erste Hessen-Büro des Landes wurde hier eröffnet. Diese neuen Aufgaben erfordern zusätzliches Personal im Finanzamt Limburg-Weilburg und machen eine neue, zeitgemäße Unterbringung nötig. Daran arbeiten wir ab sofort. Wir stärken die Steuerverwaltung im Kreis Limburg-Weilburg damit auf Dauer!“

Das Hessen-Büro, in dem Beschäftigte, die im Finanzamt Hofheim arbeiten, aber im Raum Limburg wohnen, einige Tage in der Woche heimatnah arbeiten können, wird in den neuen Standort integriert. Wir streben eine deutliche Erweiterung des Hessen-Büros an – sowohl für Kolleginnen und Kollegen aus anderen Finanzämtern als auch für Beschäftigte anderer Landesbehörden.

Der neue Standort soll auf dem Limburger Stadtgebiet liegen und unabhängig vom Verkehrsmittel gut erreichbar sein. Ob das neue Amt vom Land selbst neu gebaut oder ein Neubau angemietet wird, wird auf der Grundlage der eingehenden Angebote erörtert. Ein Umzug in die neuen Räumlichkeiten könnte je nach Umsetzungsvariante 2022 erfolgen.

„Wir sind bereits in Gesprächen, was mit dem derzeitigen Amt in Limburg nach unserem Auszug geschehen wird“, sagte Worms. „Aus Sicht des Landes wünschenswert ist es, dort Wohnraum zu schaffen, auch bezahlbaren. Dazu gibt es bereits positive Signale. In Limburg tut sich was!“

Diese Perspektiven für seine Stadt begrüßt auch Limburgs Bürgermeister Dr. Marius Hahn: „Limburg ist ein guter Standort. Wir haben viel zu bieten und dafür auch viel getan. Dass das Finanzamt und mit ihm die Hessische Steuerverwaltung nun ein klares Bekenntnis zu unserer Stadt abgibt und hier weiter investiert, freut mich außerordentlich.  Wir sind bereits im Gespräch über den Bürgerservice unter einem Dach und bezahlbaren Wohnraum können wir in Limburg auch gut gebrauchen.“

Wunsch der Beschäftigten: Ein Finanzamtsstandort

„Mit den Plänen für einen Finanzamtsstandort für das Finanzamt Limburg-Weilburg in Limburg stärken wir unsere Steuerverwaltung, weil wir unsere internen Strukturen und Arbeitsabläufe verbessern und die große Aufgabe der Ausbildung unseres Nachwuchses deutlich erleichtern, denn auch im Finanzamt Limburg-Weilburg hat ein großer Generationenumbruch begonnen. Vor allem aber eröffnen wir für alle Kolleginnen und Kollegen des Finanzamts gleiche Chancen auf ein berufliches Fortkommen“, so der Staatssekretär. Nicht verwunderlich also, dass sich der Gesamtpersonalrat des Finanzamts als auch die beiden örtlichen Personalräte in Limburg und Weilburg einstimmig für einen gemeinsamen Standort und eine neue Unterbringung ausgesprochen hatten. Sie haben ihre volle Unterstützung für dieses Vorhaben zugesichert. Staatssekretär Worms hat die Beschäftigten heute in einer Personalversammlung über das Aufgreifen dieser Wünsche informiert.

„Arbeit zu den Menschen und in die Heimat bringen: Unser Projekt trägt den Menschen nicht nur im Namen, sondern stellt ihn, stellt unsere Kolleginnen und Kollegen ins Zentrum. Die Veränderungen, die unsere Reform der Steuerverwaltung mit sich bringen, stimmen wir daher eng mit unseren Beschäftigten ab“, sagte Worms. „Wichtig ist mir, dass auch in Zukunft Kolleginnen und Kollegen in Weilburg arbeiten, um im Bürgerservice für unsere Kundinnen und Kunden da zu sein.“

„Weilburg werden in Zukunft übrigens noch mehr unserer Beschäftigten kennenlernen: Die Rekord-Einstellungszahlen der Steuerverwaltung führen auch in den nächsten Jahren dazu, dass keine ausreichenden Kapazitäten mehr für Fortbildungen in unserem Ausbildungs-und Studienzentrum in Rotenburg an der Fulda bestehen. Wir werden deshalb Fortbildungen auch zukünftig verstärkt im forstlichen Bildungszentrum in Weilburg anbieten und diese Einrichtung somit stärken“, ergänzte der Staatssekretär.

Investitionen in den ländlichen Raum hessenweit

„Wir möchten unseren Kolleginnen und Kollegen möglichst viele Arbeitsplätze heimatnah anbieten. Auch unseren Beschäftigten von morgen möchten wir zeigen: Land hat in Hessen Zukunft. Denn gerade im ländlichen Raum finden wir viele motivierte junge Menschen, die in ihrer Heimat gerne gute und sichere Arbeitsplätze bei uns anstreben. Für aktuelle und zukünftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter investieren wir derzeit hessenweit deshalb auch in moderne Büros“, betonte Finanzstaatssekretär Worms.

Planungen für eine neue Unterbringung gibt es nicht nur in Limburg. In Biedenkopf soll das Finanzamt komplett neu untergebracht werden. In Dieburg und Michelstadt werden für neue Aufgaben zusätzliche Büros gesucht. In Fulda und im Raum Wetzlar/Gießen sollen weitere Hessens-Büros entstehen. Die Suche nach Standorten läuft. Auch Fürth im Odenwald bekommt ein Hessen-Büro: hier wird gerade das Gebäude des Finanzamts hergerichtet mit der Chance, darin ein Hessen-Büro einzurichten. In Bensheim läuft bereits die Aufstockung des Finanzamtes um ein Stockwerk, um mehr Platz für heimatnahes Arbeiten zu schaffen. In Lauterbach entsteht ein komplett neues Finanzamt. Die vorbereitenden Bauarbeiten haben dort bereits ebenfalls begonnen.

Zwischenbilanz – Arbeit zu den Menschen und in die Heimat bringen 

„Zum Jahresbeginn 2018 konnten von 35 hessischen Finanzämtern bisher sechs im ländlichen Raum gelegene Ämter von der Strukturreform profitieren: die Ämter Alsfeld-Lauterbach, Bensheim, Schwalm-Eder, Nidda, Limburg-Weilburg und Michelstadt. Seit dem Start der neuen Finanzkasse und des Hessen-Büros in Limburg vor wenigen Wochen sind es bereits rund 150 Arbeitsplätze, die wir zu den Menschen in die Heimat gebracht haben. So kurz nach Beginn der Reform kann sich das mehr als sehen lassen“, erklärte Finanzstaatssekretär Worms.

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